Das 4. Grenadierregiment der Alten Garde – Eine kurze Geschichte

Nach seiner Rückkehr aus Elba musste Napoleon eine neue, schlagkräftige Armee aus dem Boden stampfen, da die europäischen Kaiser und Könige nicht gewillt waren, eine neue Herrschaft Napoleons hinzunehmen . Das Gleiche galt auch für seine Alte Garde. Während die Kavallerie und Artillerie des Elite-Korps nach altem Muster wieder aufgestellt wurde, gab es bei der Infanterie eine Neuerung.  Es kam bei den Chasseurs das 3. und 4. Regiment, bei den Grenadieren das 3. und 4. Regiment hinzu.  Mit dem 4. Grenadierregiment wollen wir uns nun näher beschäftigen.  

Das 4. Regiment der Grenadiere. So kurios sind die Grenadiere in den Feldzug 1815 gezogen. Wie auf der Zeichnung zu sehen ist, war keine Zeit für einheitliche Uniformierung für das 4. Regiment möglich. Viele der Grenadiere trugen in Ermangelung der bekannten Bärenfellmütze  entweder den Tschako, den Zweispitz oder sogar nur die Bonnet de police (Lagermütze). Dieser bunte zusammengewürfelte „Haufen“ wurde in der Schlacht von Ligny am 16. Juni 1815 für den preußischen Major Lützow und sein Ulanen beim Angriff auf die 4. Genadiere allerdings zum Verhängnis. In der Vorstellung, dass es sich um einfache Nationalmiliz der Franzosen handelt, erhielten die preußischen Ulanen beim Angriff schwerste Verluste durch die wohlgezielten Salven des Grenadierbataillons. Major Lützow wurde schwer verwundet gefangen genommen.

 

Das Regiment war mit nur einem Bataillon das schwächste bei den Fußtruppen der Alten Garde.  Es zählte gerade mal 520 Mann (27 Offiziere und 493 Mannschaften). Auch die üblich dazugehörigen Sappeure fehlten bei dieser Einheit! Eine Regimentsfahne wie z. B. beim 1. Regiment wurde dem 4. Regiment nicht ausgehändigt. Es wird nach heutigen Stand angenommen, dass stattdessen nur ein Fanion in den Farben der Trikolore getragen wurde.  Allerdings herrscht auch die Meinung, dass das Fanion nur scharlachrot mit einer großen, schwarzen Granate versehen war. In den Ecken war jeweils eine kleine schwarze Granate eingenäht. Da nur wenig Zeit für die Bildung der Armee vorhanden war, verzichtete man auf die Herstellung einer kostbaren Fahne. Dies wäre wohl zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt geworden. Aber die Schlacht von Waterloo machte dem jäh eine Ende. 

Aus dem gleichen Grund war es auch nicht möglich, die 3. und 4. Regimenter der Chasseurs und Grenadiere mit ausreichenden Uniformen auszustatten. Besonders beim 4. Regiment der Grenadiere war dieser Mangel ersichtlich. Es waren für die Männer nicht mal einheitliche Mäntel im typischen Dunkelblau der Alten Garde in ausreichender Menge vorhanden.  Bei den Kopfbedeckungen war es sogar noch schlimmer.  Für das Regiment waren kaum Bärenfellmützen vorhanden, man musste sich stattdessen mit dem Tschako, dem Zweispitz oder der Bonnet de Police (Lagermütze) begnügen. 

Man kann sich also sehr gut vorstellen, dass man bei diesem Regiment nicht von einer optischen Einheit sprechen konnte. Nach französischen Augenzeugen sollen nicht 10 Soldaten dieselbe Uniform gehabt haben. Aus diesem Grund hatte der preußische Kommandeur der 6. Ulanen, Major von Lützow, in der Schlacht von Ligny am 16. Juni 1815  das Regiment für eine französische Miliztruppe gehalten, die leicht zu überwältigen war. Er sollte sich schwer irren. 

General Baron Louis Harlet, Kommandeur der 4. Genadiere der Alten Garde

Kommandeur der 4. Grenadiere war Louis Harlet, Sohn eines Notars. Er wurde am 15. August 1772 in Broyes, Departement Marne, geboren. Im September 1791 trat er als Leutnant in das 3. Freiwilligenbataillon von Marne ein. Im folgenden Jahr diente er in der Armee des Nordens und 1793 schloss er sich den Armeen an, die im Westen dienten. Im Juni 1793 wurde Harlet zum Capitaine befördert und im Dezember wurde er durch einen Schuss am linken Bein in Savenay verwundet. Nachdem er einige Jahre im Westen gedient hatte, trat er 1797 in die italienische Armee ein. 1798 wurde Harlet bei Terni durch einen Schuss am linken Arm verletzt. Im folgenden Jahr diente er bei der Armee von Neapel und er zeichnete sich im Januar in Capua und Neapel aus. Danach diente Harlet in der Armee des Westens und in der südlichen Observationsarmee.

Von 1803 bis 1805 diente Harlet bei der Küstenarmee. Als der Krieg 1805 gegen die 3. Koalition ausbrach, wurde Harlet zum Capitaine bei den Grenadieren der Kaiserlichen Garde ernannt. Er diente mit der Grande Armée auf den Feldzügen von 1805 -1807 und erhielt eine Beförderung zum Chef de Bataillon bei dem Regiment Füsilier-Grenadiere der Kaiserlichen Garde im Februar 1807. Harlet setzte seinen Dienst bei der Kaiserlichen Garde fort und marschierte mit ihnen auf den Feldzügen in Spanien 1808 und anschließend 1809 in Deutschland. Im Juli 1809 wurde er zum 1. Regiment Grenadiere versetzt und erhielt 1810 den Titel Baron de l´Empire.

1811 wurde Harlet zum Major-Colonel des 2. Regiments der Grenadiere befördert. 1812 diente er im Feldzug 1812 in Russland in der Division Curials.  Als Napoleon 1813 nach dem Debakel in Russland seine Armee wieder aufbaute, wurde Harlet im April 1813 zum Général de Brigade befördert und übernahm zunächst eine Brigade im IV. Korps unter dem General Bertrand. Kurz darauf übernahm er das Kommando über die 1. Brigade der 19. Infanteriedivision von Rochambeau im V. Korps unter Lauriston.  Am Ende der Völkerschlacht bei Leipzig wurde er gefangen genommen.

Nach Napoleons Abdankung 1814 wurde Harlet freigelassen und kehrte nach Frankreich zurück. Er wurde zum Ritter von Saint Louis ernannt, aber auf Halbsold gesetzt. Nachdem Napoleon aus dem Exil aus Elba zurückgekehrt war, ernannte Napoleon Harlet zum Generaloberst der 4. Grenadiere der Kaiserlichen Garde. Als Teil von Roguets Division kämpfte Harlet im Juni in den Schlachten von Ligny und von Waterloo, wo er durch einen Schuss in den rechten Oberschenkel verwundet wurde. Er nahm noch an den Rückzug an die Loire teil und blieb bis 1816 in der Armee. Danach wurde er wieder auf Halbsold gesetzt und trat in die Armee nicht mehr ein.  Harlet starb am 1. März 1853 in Sézanne im Alter von 80 Jahren.

Bataille de Ligny, Gemälde von Victor Huen (1874-1939). Der Künstler zeigt hier den Angriff der 6. Ulanen unter Major von Lützow auf die 4. Grenadiere in der Schlacht von Ligny. Beim Anblick des Bataillons ging Lützow davon aus, dass es um hier Nationalmiliz handelte und griff deshalb an. Jedoch waren es Veteranen. Die Männer blieben aber im Karree völlig ruhig und gaben erst auf kürzeste Distanz eine verheerende Salve ab, die ca. 40% der Reiterei von Lützow aus den Sätteln schoss, so auch Lützow. Da brach der Angriff zusammen. Der verwundete Lützow wurde gefangen genommen und Napoleon vorgeführt. Dieser begrüsste ihn mit den Worten „Ah, der berühmte Brigant!“

Die kurze Geschichte der 4. Grenadiere der Alten Garde ist schnell erzählt. Das Regiment wurde am 19. Mai 1815 aufgestellt.  Der Feldzug von 1815 ist hinlänglich bekannt.  Das 4. Regiment Grenadiere erhielt seine erste Lorbeeren in der Schlacht von Ligny am 16. Juni 1815. Hier schlug es einen Angriff der preußischen Ulanen unter Lützow mit einer wohlgezielten Salve blutig zurück und nahm erfolgreich am alles entscheidenen Angriff auf das preußische Zentrum am Abend der Schlacht teil.  

Major von Lützow, Kommandeur der 6. Ulanen. Sein Angriff auf die 4. Grenadiere in der Schlacht von Ligny misslang völlig.

Am Abend des 18. Juni 1815 spielte Napoleon seinen letzten Trumpf in der Schlacht von Waterloo aus. Mit dem Angriff der Alten Garde auf das britische Zentrum wollte der Kaiser die Entscheidung zu seinen Gunsten erzwingen.

Angriff der Alten Garde um ca. 19.30 Uhr. Das 4. Regiment Grenadiere ist mit einem gelben Pfeil gekennzeichnet. Quelle: http://www.inthefootsteps.com/Waterloo.html

Die Männer des 4. Grenadierregiments nahmen ebenfalls am Angriff teil. Anders als das 2. Bataillon des 2. Grenadierregiments befanden sich die 4. Grenadiere jedoch in der ersten Welle (5. Bataillone). Wie die Nachbarbataillone (links das 1. Bat. der 3. Gardechasseurs, rechts das 1. Bataillon der 4. Grenadiere) marschierten die 4. Grenadiere in der Formation eines Karrées um möglichen Kavallerieangriffen besser zu begegnen.  In den Intervallen der einzelnen Karrées befanden sich jeweils 2 Geschütze der Reitenden Gardeartillerie des Generals Duchand. Sie sollten den Angriff zusätzlich unterstützen.         

Erste Verluste des Regiments traten durch die feindliche Artillerie ein. Die Reihen wurden jedoch geschlossen und der Marsch ging weiter. Die 4. Grenadiere trafen nun bald auf das 30. und 73. Regiment der zusammengeschmolzenen Brigade Halkett. Schnell entwickelte sich ein heftiges Feuergefecht.  Die Brigade Halkett wankte,  nachdem die Begleitartillerie Duchand´s durch wirksames Kartätschenfeuer ihr einige Verluste zufügen konnte. Schließlich wich die Brigade Halkett´s zurück und die 4. Grenadiere rückten weiter vor. Es ist anzunehmen, dass sie dann ins Gefecht mit den Bataillonen der 3. Hannöverschen Brigade gekommen sind. Währenddessen wurde jedoch wahrgenommen, dass auf der rechten Flanke des 4. Grenadierregiments der Rückzug des Korps d´Erlon angetreten wurde, die bald in eine Flucht ausuferte (Das Eintreffen der preußischen Armee machte sich nun deutlich bemerkbar). Dies setzte auch dem weiteren Angriff der 4. Grenadiere ein jähes Ende und sie wurden zurückgedrängt. Im Strudel des sich nun eintretenden, wilden Rückzuges war es den 4. Grenadieren nicht mehr möglich, sich erneut zu formieren und suchten ihr Heil in der Flucht.                      

Im schweren Abwehrkampf gegen feindliche Kavallerie am Abend des 18. Juni 1815 in der Schlacht von Waterloo. Tatschächlich trug das 4. Regiment der Grenadiere keine Regimentsfahne, wie hier fälschlicherweise dargestellt wird. Es wird angenommen, dass nur ein Fanion in den Farben der Trikolore getragen wurde.

Am 25. Juni zählte das Regiment nur noch 100 Mann, dass entsprach einer Verlustrate von 83%! Nach den Quellen der Matricules Napoleoniéns 1802-1815 muss davon ausgegangen werden, dass vorallem die Verluste von Verwundeten und Gefangenen am Grössten waren. Deserteure nach der Abdankung des Kaisers taten ihr Übriges. 

Am 1. Juli wurde die Überreste der Regiments mit den 3. Grenadieren vereinigt. Am 24. September wurde das Regiment endgültig aufgelöst.  

Nach den Angaben der Matricules Napoléoniens setzte sich das Regiment aus fast allen Teilen der französischen Armee zusammen:

Leichte Infanterie:

6ème, 8ème, 14ème und 16ème légère

Linieninfanterie:

9ème, 12ème, 13ème, 15ème, 16ème, 20ème, 26ème, 35ème, 36ème, 39ème,  40ème, 44ème, 48ème, 52ème, 65ème, 67ème, 70ème, 75ème, 79ème, 81ème, 86ème, 87ème, 102ème,  ehemalig 115ème und 125ème de Ligne. 

 Garde:

1.  und 2.  Regiment der Grenadiere, 1.-3. Tirailleure der Jungen Garde, Veteranen der Garde, Männer aus dem ehemaligen Regiment Füsilier-Grenadiere der Mittleren Garde, ein Grenadier au cheval, ein Grenadier der ehemaligen Garde Royale Espagne, ein Grenadier der ehemaligen königlichen Garde Neapels. 

Kavallerie:

Ein Dragoner des 23. Regiments

Der grösste Teil der Grenadiere setzte sich entsprechend aus den Regimentern der Linieninfanterie zusammen, die erst im Mai 1815 für die Einheit herangezogen wurden.   

Zum Abschluss möchte ich hier noch eine kurze Aufstellung exemplarisch von den Grenadieren zeigen, die ich aus der „Matricules Napoléoniens 1802-1815“ entnommen habe. Leider konnten nicht alle Daten ermittelt werden, da diese handschriftlich in Listen eingetragen wurden und damit recht schwer lesbar waren.  

Sergent Baptiste Devaux, geb. im Jahre 1770. War seit dem 3. April im 3. Regiment der Grenadiere. Wurde am 21. Mai 1815 zum 4. Regiment Grenadiere versetzt. Am 1. Juli 1815 kam Desvaux dann zum 1. Regiment Grenadiere.

Grenadier Jaquelin, geb. im Jahre 1779. Gefallen am 18. Juni 1815.

Caporal Antoine Pelit, geb. im Jahre 1779. Vermisst am 18. Juni 1815.

Caporal Antoine Westejean, geb. am 26. Juni 1786. Desertiert am 25. Juli 1815.

Grenadier Pierre Joseph le Franc, geb. am 30. Juli 1786. Er hat von 1806-1814 an allen Feldzüger der Garde im 1. Regiment Grenadiere teilgenommen. Vermisst/Gefallen am 18. Juni 1815.  

Liste aller Grenadiere der Alten Garde, die Ihren Dienst in der Zeit von 1802-1814/1815 versahen.

 

Caporal le Bacle, geb. am 29. Juni 1794. 1. Kompanie. Desertiert am 6. Juli 1815.

Sergent-Major Souvet, geb. am 24. April 1789. 1. Kompanie, verwundet und gefangen genommen am 18. Juni 1815.

Sergent Pierre de Omez, 4. Kompanie. Gefangennahme in der Schlacht von Waterloo am 18. Juni 1815.

Tambour-Major Pierre Gally-Passeboc, geb. am 14. November 1787 in Citou. Er wurde zum Regiment Füsilier-Grenadiere am 8. Januar 1807 als Tambour rekrutiert.  Er wurde dann in das spätere 3. Tirailleur-Regiment als Tambour-Major der Jungen Garde versetzt.  Am 30. Juni 1814 kam er als Tambour-Major zum 12ème Regiment de Ligne, welches er am selben Tag wieder verließ. Am 22. Mai 1815 wurde er zum 4. Grenadierregiment, wiederum als Tambour-Major, einberufen. Er wurde in der Schlacht bei Ligny am16. Juni 1815 verwundet.    

Tambour-Maitre Bolane, geb. im Jahre 1788. Gefangennahme in der Schlacht von Waterloo am 18. Juni 1815.

Tambour Etienne Thomas, geb. im Jahre 1796. Er war der jüngste Tambour der 4. Grenadiere. Er kam am 25. Mai 1815 zu dem Regiment von den 6. Voltigeuren der Jungen Garde.  Dort war er „Enfant de troupe“. Er desertierte am 11. Juli 1815. Etienne Thomas wird auf dem Diorama später als Figur zu sehen sein.     

Grenadier Abraham Lacroix, geb. am 17. August 1793. 1. Kompanie, verwundet und Gefangennahme am 18. Juni 1815. 

Grenadier Jean Quatreboeuf, 2. Kompanie, Gefangennahme am 18. Juni 1815.

Grenadier Martin Schevaal, 4. Kompanie, Gefangennahme am 18. Juni 1815

Grenadier Baptiste Loison, geb. im Jahre 1790. Verwundet in der Schlacht von Ligny am 16. Juni 1815. Gefangennahme am 18. Juni 1815 in der Schlacht von Waterloo.  

Bemerkenswert beim Durchlesen der Listen war, dass die meisten Grenadiere nicht mal älter als 30 Jahre waren!

Nun zum Diorama:

Nachdem ich mit Arndt Wolfram schon ein Karrée der Alten Garde (2. Regiment Grenadiere/ 2. Bataillon) mit Zvezda-Figuren erstellt hatte, kam ich wieder auf den ursprünglichen Gedanken zurück, ein Karrée mit Revell-Figuren bei der Schlacht von Waterloo darzustellen. Das war schon immer mein Wunsch gewesen, weil Revell die Grenadiere in den typischen Mänteln herausgebracht hatte. Denn die Alte Garde hat in der Schlacht von Waterloo nicht in ihren Paradeuniformen, sondern in ihren Mänteln gekämpft!

Zuerst war das Problem der Beschaffung der Figuren, denn Revell hatte diese Figuren ja aus ihrem Programm schon längst herausgenommen. Dank Daniel Stegmann konnte ich damals einige Figurenpackungen ergattern und zumindest eine Kompanie zusammenstellen. Diese hatte ich noch mit Ölfarben bemalt und waren so nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Ich überarbeitete die Figuren mit Acrylfarben, denn man entwickelt sich ja schließlich weiter. Nachdem die „Überholung“ der Kompanie vollzogen wurde, schaute ich mich nach weiteren Figuren in der Sammlerszene um. 

Viele Hobbyfreunde, so wie Arndt Wolfram, Thomas Mischak und Thomas Schmitt (Um nur einige zu nennen), halfen mir sehr, um das Karrée wahr werden zu lassen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank dafür!

Kommen wir nun zu dem geplanten Diorama. Ich wollte gern das 4. Regiment der Alten Garde beim Angriff in Karrée-Formation in der Schlacht von Waterloo darstellen. Dazu sollten ein paar Geschütze der reitenden Artillerie der Garde das Regiment beim Angriff begleiten.    

Der Fanionträger der 4. Grenadiere. Das Regiment, welches nur aus dem 1. Bataillon bestand, hatte keine Regimentsfahne. Bei den vier Grenadierregimentern der Alten Garde hatte nur das 1. Regiment seinen Adler mit Fahne auf dem Feldzug von 1815 dabei.

 

Die Fahnenbedeckung des Regiments.

Angefangen habe ich mit dem Fahnenpeloton und der Bedeckung. Dann habe ich mich um den Baron Harlet und dem Major Lafargue gekümmert.

Aber natürlich durfte auch eine Frau nicht fehlen. Nämlich die Vivandière des Bataillons. Sie versorgte die Männer während der Schlacht mit Branntwein und war die gute Seele.

Die Marketenderin des Bataillons darf natürlich nicht fehlen.

 

General de Brigade Baron Harlet. Er wurde in der Schlacht bei Waterloo am Bein verwundet.
Major Pierre Lafargue. Zweiter Kommandeur der 4. Grenadiere. Er wurde in der Schlacht bei Waterloo beim Angriff auf das gegnerische Zentrum tödlich verwundet.
Das Tambourkorps der 4. Grenadiere. Voran marschiert der Tambour-Major Pierre Gally-Passeboc. Obwohl er in der Schlacht von Ligny bereits verwundet wurde, lässt er sich es nicht nehmen, seine Tambours in der Schlacht von Waterloo anzuführen. Ganz rechts ist der Tambour Etienne Thomas. Er trägt noch die Uniform der 6. Voltigeure der Jungen Garde. Es gab in der Schnelle keine passende Uniform mehr für ihn.

Schließlich kamen die Grenadiere nun an die Reihe. Eine ziemlich lange, manchmal auch eintönige Arbeit. Allerdings kam es mir zu gute, dass hier unterschiedliche Kopfbedeckungen beim Bataillon getragen wurde (Siehe auch hier die Geschichte des Regiments). Das sorgte doch für eine gewisse Abwechslung.

Wer die Sappeure des Bataillons vermisst, dem muss ich leider mitteilen, dass es keine im 4. Grenadierregiment gab! Leider konnte ich keinen Grund in den mir bekannten Quellen entdecken. So habe ich keine Sappeure bemalt.     

Die Grenadiere der 1. Kompanie des 1. Bataillons. Hier fallen die unterschiedlichen Kopfbedeckungen auf.

Die Männer sind auf das Äußerte entschlossen!

Jetzt heißt es fleißig die Figuren des Bataillons weiter zu bemalen!   

Fortsetzung folgt!

 

Quellen:

Matricules Napoléoniens 1802-1815 /Série-Geneawiki. Corps royal de grenadiers de France redevenu corps des grenadiers à pied de la garde impériale lors des Cent-Jours, 1813-1814. 1er juillet 1814 – 30. Avril 1815 (Matricules 1 à 3000) (Indexation en cours Lydie Gourlet) et Grenadiers à pied 1799-1815. 30 avril 1815-24 septembre 1815 (matricules 3 001 à 4 990).(Indexation Morgan19 & clvalleron). Visionneuse – Mémoire des Hommes.

Napoleon´s Waterloo Army, Uniforms and Equipment, Paul L. Dawson 

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